Browser kann kein SVG anzeigen. 24 Feb

Video: Wie ist es als junge Frau Finnland zu regieren?

„Ihr kennt bestimmt die Fotos von politischen Gipfeltreffen: ein Haufen älterer Männer. Umso bemerkenswerter, dass in Finnland jetzt junge Frauen die Macht übernommen haben. Ministerpräsidentin Sanna Marin ist 34 Jahre alt. Und ihre vier Koalitionspartner in der Regierung werden ebenfalls alle von Frauen angeführt. Reporter Nico Schmolke begleitet eine von ihnen, die Bildungsministerin und Linken-Chefin Li Andersson, die gerade mal 32 Jahre alt ist. Was bedeutet es, als junge Frau ein Land zu regieren? Und warum scheint das in Finnland längst Normalität, aber in Deutschland weiterhin schwer vorstellbar zu sein? Nico trifft die junge Ministerin beim Besuch einer Programmierschule in Helsinki. Wird sie dort ernst genommen und werden bildungspolitische Fragen verhandelt? Im Auto geht es danach zurück ins Ministerium und in ihr Amtszimmer. Später treffen wir die Ministerin beim Sushi-Essen wieder. Doch was halten eigentlich die Finnen von ihrer jungen Regierung? Beim Debattierclub einer Universität kommen Studierende zu Wort. Und die Unternehmerin Kathrin erklärt beim Schwimmen und Teetrinken, warum Finnland schon deutlich weiter ist in Sachen Gleichberechtigung als Deutschland.“

Und noch ein Hinweis auf einen Blogbeitrag zum Thema Politik von Frauen in Finnland auf dem Blog des Frauenpolitischen Rats von Theresa Pauli

Browser kann kein SVG anzeigen. 17 Feb

Neue Veröffentlichung zu Parität in Frankreich

Die in Frankreich von 2000 – 2013 beschlossenen Paritätsgesetze haben die Frauenanteile in politischen Gremien Frankreichs (Nationalversammlung, Senat, Regionalrat, Departementrat und Gemeinderat) deutlich erhöht. Was diese Paritätsgesetze können und welche Hürden noch immer überwunden werden müssen, zeigt eine neue Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung Paris:

Ein Klick auf das Bild öffnet die PDF!
Browser kann kein SVG anzeigen. 17 Feb

Thüringer Paritätsgesetz wackelt

Thüringen ist im Juli 2019 dem guten brandenburgischen Beispiel gefolgt und hat als zweites Bundesland ein Paritätsgesetz verabschiedet.

Doch nun wird die Gleichberechtigung der Geschlechter im Thüringer Parlament mit Füßen getreten. Die FDP-Fraktion hat am 22. Januar 2020 einen Gesetzentwurf eingebracht, mit dem genau die Vorschriften aus dem Landeswahlgesetz wieder gestrichen werden sollen, die eine paritätische Vertretung von Frauen und Männern auf den Wahllisten zum Thüringer Landtag sicherstellen sollen.

Auch von der Brandenburger AfD-Fraktion wurde bereits zweimal ein solcher Gesetzentwurf eingebracht – glücklicherweise jedes Mal erfolglos!

Aber wie wird das in Thüringen ausgehen? Werden CDU und AfD diesem Ansinnen der FDP aufgeschlossen gegenüber stehen und dem Gesetzentwurf zustimmen? Wird das nach der demokratischen Grenzüberschreitung der gemeinsamen Wahl eines FDP-Ministerpräsidenten ein zweiter Schulterschluss?

Der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg e.V. schaut mit Sorge nach Thüringen. Feminist*innen, steht auf, seit wachsam, haltet zusammen!

Browser kann kein SVG anzeigen. 3 Feb

Nach dem Parité-Gesetz ist vor der Parität. Es geht weiter!

Ein Jahr nachdem Brandenburg mit dem Parité-Gesetz Geschichte geschrieben hat, ist viel passiert: Die Koalition bekennt sich im Koalitionsvertrag „zur Förderung der paritätischen Beteiligung von Frauen und Männern auf allen politischen Ebenen“. Wir haben am Jahrestag des Parité-Gesetzes im Landtag Brandenburg ein großes Bündnis Parität gegründet und freuen uns darüber, dass Frauenministerin Nonnemacher dabei ein eigenständiges Referat für Frauen, Gleichstellungsangelegenheiten und queere Lebensweisen angekündigt hat.

Vor knapp einem Jahr, am 31.01.2019, hat der Landtag Brandenburg das Parité-Gesetz verabschiedet. Damit sind die Parteien bei den kommenden Landtagswahlen verpflichtet, ihre Wahllisten paritätisch zu besetzen. Bundesweit ein Novum, auf diese Vorreiterrolle können wir stolz sein. Dennoch legen wir die Hände nicht in den Schoß. Wie erwartet, wurde Verfassungsklage eingereicht, die voraussichtlich in diesem Jahr beschieden wird. Zum Jahrestag des Paritégesetzes bekräftigt der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg seine Forderungen nach Parität im politischen Raum. Es stehen noch Paritäts-Maßnahmen für die Wahlkreise und die Kommunen aus. Weiterhin brauchen wir dringend frauenfreundliche Strukturen in der Kommunalpolitik, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zulassen.

Letzten Freitag, am 31.01.2020 wurde im Landtag Brandenburg der 1. Jahrestag des Gesetzes mit einem Strategietreffen gefeiert. Eingeladen hat der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg e.V. in Kooperation mit den Landtagsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE, sowie der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen im Land Brandenburg. Bei diesem Strategietreffen hat sich ein großes Bündnis für Parität in Brandenburg gegründet. Diskutiert wurden z.B. die Erhöhung der Aufwandspauschalen für Kommunalpolitiker*innen. Stimmen der Kooperationspartner*innen der Veranstaltung:

Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag Petra Budke: Das Paritätsgesetz in Brandenburg war ein Meilenstein, mit dem Brandenburg Geschichte geschrieben hat. Doch das kann nur der Anfang sein. Wie notwendig verbindliche Regelungen sind, zeigt sich daran, dass sich der Frauenanteil im Brandenburger Landtag seit der Wahl am 1. September 2019 verschlechtert hat. Von 88 Abgeordneten sind nur 30 Frauen, von 44 Direktmandaten wurden nur 12 von Frauen geholt. Das bedeutet, dass wir dringend auch wirksame Instrumente für die Direktwahlkreise brauchen.“

Stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Klara Geywitz, für die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Land Brandenburg:„Brandenburg ist Vorreiter beim Thema Parität. Das erste Landesgesetz hat die Debatte zur Repräsentanz von Frauen auf die politische Agenda geholt. Weitere Landesparlamente und auch der Deutsche Bundestag diskutieren, wie mit einem modernen Wahlrecht der Anteil der Frauen erhöht werden kann. Aber auch in Brandenburg bleibt noch viel zu tun, besonders auf der Ebene der Städte und Gemeinden muss noch viel für eine stärkere Beteiligung von Frauen getan werden.“

Ordentliches Mitglied des Landtagsausschusses für Inneres und Kommunales Andrea Johlige, MdL Fraktion DIE LINKE: „Am 31.01.2019 hat sich der Landtag getraut, und das erste Parité-Gesetz verabschiedet. Für mich war das der ganz persönliche Höhepunkt der vergangenen Wahlperiode. Wir haben damit Gleichstellungsgeschichte geschrieben! Allerdings müssen wir weitermachen. Es braucht auch verbindliche Regelungen für Wahlkreise und eine verbesserte Präsenz von Frauen in Kommunalparlamenten.“

Der FPR freut sich über die Einrichtung eines neuen Referats für Frauen, Gleichstellungsangelegenheiten und queere Lebensweisen: „Wir freuen uns, denn die Ausweitung der Personalstellen im zuständigen Ministerium war eine unserer Forderungen im Wahlkampf. Mehr Personal ist wichtig, um zum Beispiel die Umsetzung der Istanbul Konvention und alle im Koalitionsvertrag verhandelten Maßnahmen, insbesondere die Fortführung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms, zu steuern. Es gibt noch viel zu tun, wir bleiben am Ball und berichten über die Umsetzung unserer Forderungen auf unserer Webseite: https://www.frauenpolitischer-rat.de/project/forderungen/, so Verena Letsch, Pressesprecherin des FPR.

Weitere Fotos gibt es auf der Homepage des Frauenpolitischen Rats Land Brandenburg e.V.: https://www.frauenpolitischer-rat.de/nach-dem-parite-gesetz-ist-vor-der-paritaet-es-geht-weiter/

Simone Ahrend, sah-photo

Auf diesem Blog folgen in den kommenden Tagen noch Berichte aus dem Programm!

Browser kann kein SVG anzeigen. 27 Jan

Briefe und Mails PRO PARITÄT

Der Deutsche Frauenrat (DF) hat heute eine Aktion für Parität im Bundestag gestartet. Titel der Aktion: KEINE WAHLRECHTSREFORM OHNE PARITÄT!

Dazu fordert der Deutsche Frauenrat alle Engagierten dazu auf, sich in Briefen und Mails an ihre (Wahlkreis-) Abgeordneten zu wenden und diese dazu aufzurufen einer Wahlrechtsreform ohne konkrete Vorschläge für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Parlamenten NICHT zuzustimmen.

Jede/r von uns kann und sollte mitmachen! Wie die Aktion funktioniert, wird in drei einfachen Schritten erklärt. Um es den Unterstützenden besonders leicht zu machen, steht sogar eine Vorlage für den Brief zur Verfügung. Hier geht es zur Aktion des Deutschen Frauenrats.

Browser kann kein SVG anzeigen. 26 Jan

Mehr Frauen im Bundestag kommen nicht von alleine!

Mitte Januar hat sich der Bundestag erstmals mit einem Antrag mit dem Titel „Mehr Frauen in den Deutschen Bundestag – Kommission zur Erarbeitung von Vorschlägen für gesetzliche Regelungen und weitere Maßnahmen“, den eine Gruppe von 44 Abgeordneten vorgelegt hat, und einem Antrag der FDP befasst. Sowohl die Vorlage der 44 Abgeordneten als auch die der FDP wurden im Anschluss in den Ausschuss für Inneres und Heimat zur federführenden Beratung überwiesen.

Hier geht es zu den Reden und allen Unterlagen:
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw03-de-frauen-bundestag-674718

Die 44 Abgeordneten von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE haben einen Vorschlag vorgelegt, den eine interfraktionelle Arbeitsgruppe erarbeitet hat. Dieser Arbeitsgruppe gehörten bis Jahresanfang auch Frauen aus den Fraktionen CDU/CSU und SPD an. Leider haben sie jetzt einen Rückzieher gemacht.

Nachdem im letzten Jahr, in dem das 100. Jubiläum des Frauenwahlrechts an vielen Orten gefeiert wurde, auch Politikerinnen der CDU/CSU und der SPD immer wieder eine gesetzliche Regelung zur Erhöhung des Frauenanteils in den Parlamenten gefordert haben, bleibt jetzt zu hoffen, dass auch die GroKo entsprechende Bemühungen weiterhin unterstützt.

Browser kann kein SVG anzeigen. 12 Dez

Der Vorstoß, das Paritätsgesetz aufzuheben, ist erfolgreich GESCHEITERT!

Es ist die AfD-Fraktion im noch jungen 7. Brandenburger Landtag, die in der 4. Plenardebatte die Aufhebung des Paritätsgesetzes verlangt. Warum? In ihrer offiziellen Begründung versteckt sich die AfD-Fraktion hinter der Maske der Verfassungswidrigkeit. Die wahren Gründe, weshalb sie dieses Gesetz nicht will, sind jedoch offenkundig: Die AfD hält am überholten Rollenbild der Frau, die Haus und Hof hütet, fest. Sie lehnt Maßnahmen zur Frauenförderung konsequent ab, auch parteiintern. Selbst die Gründung von parteiinternen Frauenorganisationen ist per Satzung explizit ausgeschlossen.

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Browser kann kein SVG anzeigen. 11 Dez

3 Wege zur Parität – einfach erklärt!

Wie genau können wir Parität in den Parlamenten herstellen? Welche Wege und Modelle gibt es eigentlich? Es ist gar nicht so schwer! Der Deutsche Frauenrat hat ein Erklärvideo produziert, das aufzeigt, welche Möglichkeiten es gibt, das bundesdeutsche Wahlrecht so zu ändern, dass der Bundestag eines Tages paritätisch besetzt ist. Sowohl für die Direktwahlkreise (Erststimme) als auch für die Landeslisten (Zweitstimme).

Browser kann kein SVG anzeigen. 22 Nov

Das Brandenburger Kabinett ist jetzt paritätisch besetzt!

Der frisch vereidigte Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke hat sein Kabinett zusammengestellt: sechs von elf Mitgliedern des Brandenburger Kabinetts sind weiblich! Die Ministerinnen und Minister wurden am 22.11.2019 vereidigt und nehmen nun ihre Arbeit auf. Von den 14 Staatssekretär*innen sind jedoch nur fünf weiblich und neun männlich.

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Browser kann kein SVG anzeigen. 19 Nov

Pressemitteilung des Frauenpolitischen Rates Land Brandenburg e.V. zum Koalitionsvertrag

Der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg e.V. (FPR) hat mit großer Freude die Vorhaben der Fortführung der Brandenburgischen Frauenwoche und die Förderung des Frauenpolitischen Rates Land Brandenburg im Koalitionsvertrag der neuen Regierung registriert.

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