Am 13. Juni 2026 fand im *innenRaum – Feminismus im Zentrum in Potsdam der Fachtag “Frauen in die Kommunalpolitik – Mehr ist fair!” als Kooperation der Landesgleichstellungsbeauftragten und des Frauenpolitischen Rats Land Brandenburg statt. Dr. Uta Kletzing und die Projektleiterin Gesche Andert luden kommunale Gleichstellungsbeauftragte, demokratische Parteien, Kommunalpolitikerinnen und politische Stiftungen zur Vernetzung, zum Austausch und zum Visionieren ein.
Die 18 Teilnehmerinnen lernten sich zunächst über Steckbriefe kennen. Im interaktiven Workshop mit Kathrin Mahler-Walther (EAF Berlin) ging es um den Aufbau und die Stärkung von Frauennetzwerken. Im Anschluss wurde in Arbeitsgruppen überlegt, welche Schritte bis zum Superwahljahr 2029 gegangen werden können, um mehr Frauen für die ehrenamtliche Kommunalpolitik zu gewinnen.






In Vorbereitung des Fachtags füllten die Teilnehmerinnen Steckbriefe für ihre Organisationen (Frauennetzwerke/-gruppen, Parteien, Stiftungen, etc.) aus. Diese wurden vor Ort vorgestellt und an Pinnwänden aufgehängt, um die geografische Verteilung zu visualisieren. Ein Überblick der Organisationen gibt es hier:
Inhaltlich startete Kathrin Mahler-Walther von der EAF Berlin mit einem Workshop zum Aufbau und zur Stärkung von Frauennetzwerken. Sie erklärte welche Rahmenbedingungen nötig sind, damit Frauennetzwerke nachhaltig wirken können und stelle Best Practice Beispiele vor.
Die Teilnehmerinnen tauschten sich über ihre eigenen Netzwerke aus und was sie mit diesem bisher erreichen konnten.
- Feministische Bewusstseinsbildung
- Empowerment: Stärkung und Rückhalt
- Mehr Frauen in der Politik:
- Paritätisch besetzte Listen
- Frauen auf Listenplatz 1
- Mehr Frauen in der SVV-Fraktion
- Kandidatinnen für Ortsverband, SVV, Ratsverband, Gemeindevertretung
- Frauen wirken als Multiplikatorinnen
- Mehr politische Teilhabe von Frauen mit Migrationsgeschichte
- Höhere Wirksamkeit:
- Gemeinsam in politischen Gremien und nicht als Einzelkämpferinnen






Im Forum „Kommunalwahlen 2029 – Was ist zu tun?“ erarbeiteten die Teilnehmerinnen in 2 Gruppen welche Schritte gegangen werden müssen, um verschiedene Ziele zu erreichen. Es wurde überlegt wie mehr Frauen für die Kommunalpolitik gewonnen werden können, wie Gremien vielfältiger werden und was es braucht, um Anknüpfungspunkte und starke Frauenbündnisse vor Ort zu schaffen. Die Gruppen hatten viele Ideen:
- mehr Frauen* ansprechen – aber wie?
- Mädchen*arbeit
- Kinder- und Jugendparlamente
- Frauen unterstützen durch Mentoring
- Frauenwählergemeinschaften/-Bündnisse
- Podiumsdiskussion nur für Frauen
- Stärkung gesellschaftlichen Bewusstseins für die Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik
- bis 2027 überparteiliche Netzwerke vor Ort
- Frauenkongresse
- Veränderungen innerparteilicher Strukturen
Aber es wurde auch über mögliche Hürden und Probleme gesprochen, die in diesem Prozess zu erwarten sind.


Aus dem Forum ergaben sich außerdem weiterführende Fragen, die wir in zukünftigen Formaten näher besprechen möchten:
- Wie können wir Frauen ansprechen und gewinnen?
- Wie können wir die Parteien motivieren?
- Was bräuchte es, damit Frauen auf kommunaler Ebene mit einer Frauenwählergruppe antreten?
- Wie könnten Frauenkongresse in den Landkreisen aussehen?
Wir bedanken und ganz herzlich bei den Teilnehmerinnen für einen intensiven Tag und zukunftsweisenden Austausch. Vielen Dank an Kathrin Mahler Walther für ihre Expertise. Dank gilt auch Simone Ahrend (Fotografie), Essenzzeit (Catering) und Rebecca Andreae (Kinderbetreuung).
Ein großer Dank gilt außerdem unseren Teams: dem FPR-Team für die Hilfe beim Auf- und Abbau und dem LGBA-Team für die Hilfe bei der Vorbereitung des Fachtags.
Dieser Fachtag wurde durch die Projektförderung der Landesbeauftragten für die Gleichstellung von Frauen und Männern ermöglicht. Danke!
Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit für mehr Brandenburgische Kommunalpolitikerinnen!
Uta & Gesche
